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Fachtagung

Quartiere der Zukunft – Von Überforderung zu Resilienz

Termine/Orte

SVA015778
Bochum
Teilnehmerpreis 400,00 € Fördermöglichkeiten

Aktuelles

Zielsetzung

Viele Stadt- und Wohnquartiere stehen heute unter massivem Druck: Armut, Zuwanderung, Wohnraummangel, demografischer Wandel und Einsamkeit überlasten soziale Infrastruktur und Nachbarschaften. Für die Wohnungswirtschaft bedeutet das: Quartiersentwicklung wird zur Schlüsselfrage für den Werterhalt und die Zukunftsfähigkeit von Beständen. Für die Kommunalpolitik heißt es: gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe aktiv gestalten.
Die aktuelle InWIS/GdW-Studie „Überforderte Quartiere – Herausforderungen erkennen, Zusammenhalt stärken“ liefert erstmals eine umfassende empirische Grundlage, um die Dringlichkeit und Handlungsmöglichkeiten deutlich aufzuzeigen. Unsere Tagung bringt die zentralen Akteure aus Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um daraus konkrete Schritte abzuleiten.

Ihre Vorteile

  • Vernetzung mit Praxis, Wissenschaft und Politik
  • Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse
  • Praxisnahe Impulse, Best Practices, Handlungsmöglichkeiten

Zielgruppe

  • Geschäftsführung / Vorstand
  • Leiter:in Bestandsmanagement
  • Mitarbeiter:in aus dem Bestandsmanagement
  • Quartiersmanager:in
  • Vertreter:in von Kommunal- und Landespolitik

Termine/Orte

10:00 - 17:00 Uhr
EBZ - Europäisches Bildungszentrum Springorumallee 20 44795 Bochum

Dozent:in

  • Alexander Rychter

    ist seit 2010 Verbandsdirektor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen. Als größter wohnungs- und immobilienwirtschaftlicher Regionalverband in Deutschland stellt der VdW Rheinland Westfalen und seine rund 480 gemeinwohlorientierten Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften sich den aktuellen wohnungswirtschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung sowie Generationengerechtigkeit. Gemeinsam arbeiten sie an tragfähigen Lösungen und Konzepten für zukunftsfähige und vor allem bezahlbare Wohn- und Stadtquartiere.

  • Dr. Anne Schmedding

    ist Beauftragte des Vorstandes der Stiftung Berliner Leben und ist dort seit 2020 tätig. Zuvor war sie u.a. stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur und hat für Museen, Universitäten und andere Einrichtungen als Kunst- und Architekturhistorikerin gearbeitet.

  • Dr. Christian Lieberknecht

    hat nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und Promotion sowie Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftspolitik der Universität Göttingen 1996 zum GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. gewechselt. Seit Januar 2003 ist Herr Dr. Lieberknecht Geschäftsführer und seit August 2025 Vorstandsmitglied des GdW und dort u. a. zuständig für die Bereiche Allgemeine Interessenvertretung, Koordinierung der Politikberatung, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Stadtentwicklung, Gleichwertige Lebensverhältnisse, Internationale Arbeit, Gremienbetreuung, Personalangelegenheiten.

  • Dipl.-Ing. Christian Meyer

    ist seit 2008 im Baumministerium NRW. Dort als Referatsleiter zuständig für Stadtumbau, EU-Förderung in der Städtebauförderung, Besonderes Städtebaurecht, Städtebauförderung im Regierungsbezirk Münster.

  • Claudia Wußmann

    ist gelernte Immobilienkauffrau und verfügt über eine 20-jährige Praxiserfahrung in der Kundenbetreuung und Vermietung der Rheinwohnungsbau GmbH (RWB). Sie hat 2018 den Bereich Quartiersmanagement bei der RWB aufgebaut und befasst sich seitdem als Quartiersmanagerin mit sozialen Projekten und der Entwicklung ganzheitlicher und übergreifender Konzepte. Ziel ihrer Arbeit ist die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in den einzelnen Stadtteilen sowie die Schaffung stabiler Sozialstrukturen.

  • Dr. David Patrick Wilde
    ist seit 15 Jahren Vorstand der Hattinger Wohnungsgenossenschaft hwg eG und seit 2023 wissenschaftlicher Leiter des neu gegründeten Instituts für wohnungsgenossenschaftliche Zukunftsfragen eG21 an der EBZ Business School.
  • Henrike Hochgürtel
    ist seit rd. 25 Jahren in der Wohnungswirtschaft, davon 23 Jahre im Vonovia-Konzern. Sie hat viele Jahre Projekte und Integrationen im zentralen Portfoliomanagement geleitet, war einige Jahre für den Essener Wohnungsbestand bei Vonovia zuständig und leitet heute die Abteilung Projekte & Development im Bereich Quartierwerk.
  • Klaus Leuchtmann

    hat Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenbildung studiert und war in verschiedenen Wirtschaftsverbänden tätig. 1992 hat er die BBA Berlin Brandenburgische Akademie der Immobilienwirtschaft aufgebaut, 2003 erhielt er den Ruf nach Bochum an das EBZ - Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Dort ist er seitdem Vorstandsvorsitzender. In dieser Funktion hat er 2008 die EBZ Business School – University of Applied Sciences gegründet. Seit 2004 ist er in der der IWO – Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa als Mitglied des Vorstandes für den Bereich Bildung zuständig, seit 2015 ist er dort Vorstandsvorsitzender.

  • Matthias Köllmann

    ist seit 2022 Leiter der VBW Stiftung. Zuvor war er für die Montag Stiftung (MUR) Projektentwickler der KoFabrik. Im Ehrenamt entwickelt(e) er seit 2010 das Projekt HUkultur und ist als Vorsitzender des Fördervereins Hustadt e. V. im Vorstand des Paritätischen Bochum aktiv.

  • Maxi Heyer

    ist seit 6 Jahren Sozialplanerin der Stadt Castrop-Rauxel. Kernelemente der Sozialplanung sind hier die Steuerungsunterstützung für die kommunale Sozialpolitik und Stadtentwicklung des sozialen Bereichs, die Beobachtung / Analyse sozialer Prozesse sowie die Entwicklung entsprechender Planungsprozessen.

  • Michael Göcmen
    ist seit über 15 Jahren bei der Baugenossenschaft Freie Scholle in Bielefeld tätig. Nach elf Jahren in der Vermietung, leitet er seit 2021 den Stabsbereich Beteiligungsmanagement und ist seit 2025 Vorstand der Gemeinschaftsstiftung Freie Scholle.
  • Patrick Hartmann

    ist Bereichsleiter bei InWIS und spezialisiert auf sozialräumliche Analysen, nachhaltige Quartiersentwicklung und Beteiligung. Verantwortet Forschungs- und Beratungsprojekte zur Zukunftsfähigkeit urbaner und ländlicher Quartiere.

  • Prof. Dr. Rolf G. Heinze
    war von 1988 bis 2021 Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Anschließend übernahm er von 2021 bis 2024 die Position des Seniorprofessors an der RUB. Seit 1994 ist er wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) an der RUB. Darüber hinaus verfügt er über umfangreiche Erfahrungen in der Politik- und Organisationsberatung sowie in der Quartiersentwicklung.
  • Sabine Böhnke-Egbaria
    ist seit über vierzig Jahren als Diplom Sozialpädagogin in verschiedenen Feldern der sozialen Arbeit tätig, seit 2014 als Mitarbeiterin der städtischen Altenhilfe Bochum im Seniorenbüro Süd gemeinsam mit der Kollegin eines Wohlfahrtsverbandes zuständig für die Versorgung der Menschen ab 55+ im Stadtbezirk Süd. Im Rahmen dieser Aufgabe setzt sie sich seit Jahren mit verschiedenen Akteuren des Quartiers, für die Schaffung barrierearmen bezahlbaren Wohnraum im Bestand ein.
  • Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach

    geboren 1987, lehrt und forscht im Bereich Politikwissenschaft/Sozialpolitik an der FH Münster und ist zugleich Privatdozent für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Forschungsdirektor des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) an der RUB sowie Mitglied des Vorstands des Instituts für Gesellschaft und Digitales (GUD) der FH Münster. Er studierte Soziale Arbeit (B.A.) an der Hochschule Düsseldorf und Sozialwissenschaft (M.A.) an der Ruhr-Universität Bochum. An der Universität zu Köln promovierte er mit einer Arbeit über benachteiligende Effekte armutsgeprägter Gebiete am Beispiel Köln-Chorweiler. Zudem war er Visiting Scholar an der Wayne State University in Detroit. Nach seiner Tätigkeit als Postdoc am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld wechselte er an die FH Münster. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Themen der sozialwissenschaftlichen Stadt-, Migrations- und Konfliktforschung. Konkret untersucht er das Zusammenleben in Quartieren, die Rolle sozialer Dienste vor Ort, Ursachen und Folgen der Wohnkrise sowie den Einfluss von Wohnungsunternehmen auf die Nachbarschaft. Zu seinen jüngsten Publikationen zählt das für den Deutschen Sachbuchpreis nominierte Buch „ Kinder: Minderheit ohne Schutz“, das er gemeinsam mit Aladin El-Mafaalani und Klaus Peter Strohmeier verfasst hat.

  • Dr. Timo Munzinger

    ist seit 2012 Referent für Integrierte Stadtentwicklung, Hoch- und Städtebau beim Deutschen Städtetag. Zuvor arbeitete er als Architekt / Stadtplaner in Karlsruhe und Stuttgart. Er studierte Architektur und Architekturmanagement in Karlsruhe und Berlin und schrieb seine Dissertation an der Universität Stuttgart. Er ist als Architekt und Stadtplaner in die Architektenkammer Baden-Württemberg eingetragen und Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

  • Tobias Kulzer
    ist Stadtplaner bei der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg (steg Hamburg). Seit 2018 begleitet er als Quartiersmanager das Pergolenviertel – eines der größten Wohnungsneubauprojekte in Hamburg mit rund 1.700 Wohnungen – und fördert den Aufbau einer lebendigen Nachbarschaft.
  • Prof. Dr. Torsten Bölting

    ist seit fast 20 Jahren beim InWIS-Institut, dem Forschungsinstitut am EBZ und verantwortet dort als Geschäftsführer zahlreiche Projekte, die sich mit sozialen Verwerfungen und soziologischen Fragestellungen zum Wohnen im Quartier auseinandersetzen. Als Professor für Sozialwissenschaften, Wohn- und Raumsoziologie ist er zudem in der Ausbildung des akademischen Nachwuchses an Deutschlands größter Immobilienhochschule, der EBZ Business School, tätig.