Zielsetzung
Viele Stadt- und Wohnquartiere stehen heute unter massivem Druck: Steigende Armut, Zuwanderung, Wohnraummangel, Einsamkeit und eine alternde Gesellschaft führen zu sozialer und infrastruktureller Überlastung. Diese Entwicklungen gefährden den sozialen Zusammenhalt, den Bestandwert und die Vermietbarkeit und stellen die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft damit vor große Herausforderungen.
Besonders sichtbar wird diese Überforderung beim Wohnen im Alter: Wenn Pflegekräfte fehlen, Unterstützungsangebote nicht ausreichen und klassische Umbau- und Finanzierungslogiken an Grenzen stoßen, wird selbstständiges Wohnen zur Systemfrage. Gleichzeitig entscheidet sich gerade auf Quartiersebene, ob Versorgung, Teilhabe und Nachbarschaft langfristig funktionieren können. Daher bedarf es jetzt innovativer Anätze und tragfähiger Kooperationen aus Wohnungswirtschaft, Politik, Sozialwesen und Wissenschaft.
Die Fachtagung „Die Zukunft des Wohnens – im Alter“ nimmt den konkreten Brennpunkt in den Blick: Wie können altersgerechter Umbau, Versorgung und Finanzierung so organisiert werden, dass Menschen länger selbstständig wohnen können? Im Fokus stehen Kostenwahrheiten, neue Kooperationslogiken und die Frage, welche Rolle digitale Assistenzsysteme, KI und Sensorik künftig spielen.
Die Tagung „Quartiere der Zukunft – von Überforderung zu Resilienz“ betrachtet den größeren Rahmen: Wie lassen sich überforderte Quartiere stabilisieren, soziale Infrastrukturen sichern und resiliente Räume entwickeln? Anhand von zentralen Themen der Quartiersentwicklung – Einsamkeit, Integration, gesellschaftlicher Zusammenhalt – werden auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse akteursübergreifende Handlungsansätze und Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung erarbeitet.
Das vergünstigte Kombiticket lohnt sich für alle, die beide Ebenen zusammendenken wollen: Wohnen im Alter als eine der drängendsten Zukunftsfragen und das resiliente Quartier als Rahmen, in dem tragfähige Lösungen entstehen müssen.